16.03.2026 - Wie grün ist Landratskandidat Hanngörg Zimmermann (Freie Wähler)?


Wie grün ist Landratskandidat Hanngörg Zimmermann (Freie Wähler)?

Alle vier Landratskandidaten im Landkreis Forchheim haben sich mehr oder weniger für Windenergieanlagen ausgesprochen. Aber Hanngörg Zimmermann (Freie Wähler) will wohl beim Thema Klimaschutz besonders punkten und betont seine Position: "Ich werde dafür stimmen, dass alle neuen Windvorranggebiete vom regionalen Planungsverband bestätigt werden und werde die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis beim Thema Windkraft tatkräftig unterstützen." (laut des NN Presseberichtes). Solche Aussagen gefallen natürlich SPD und Grüne und sie träumen schon von einer Zusammenarbeit mit dem Landrat: "Wir haben Schwerpunkte und die möchten wir mit dem neuen Landrat umsetzen - oder er mit uns."
Goessweinstein Hanngörg Zimmermann wohnt in Gößweinstein[1], eine kleine Stadt inmitten der Fränkischen Schweiz und hat dort das Amt des Bürgermeisters inne. Offensichtlich kann er aber die Idylle nicht schätzen, denn rings um den Ort (siehe blauer Pfeil) gibt es noch keine Windräder. Aus meiner Sicht disqualifiziert sich Hanngörg Zimmermann (Freie Wähler) sich für das wichtige Amt eines Landrats. Daher habe ich auch einen Leserbrief an die lokalen Zeitungen (Fränkischer Tag und Nürnberger Nachrichten) geschickt, die mit ihren Artikeln "Grüne unterstützen Zimmermann" und "Grüne und SPD als Königsmacher?" Werbung für Hanngörg Zimmermann machen.


Leserbrief:

Wie grün ist Landratskandidat Hanngörg Zimmermann (Freie Wähler)?

Die klare Wahlempfehlung für ihn von SPD und Grüne sollte einen nachdenklich stimmen. Das Herr Zimmermann sich für eine Verbesserung beim Takt der Wiesenttal- und Gräfenbergbahn, sowie gegen die x-te Variante der Ostspange ausspricht, ist politisch gesehen nichts Aufregendes. Seine Aussage um jeden Preis alle neuen Windvorranggebiete ausweisen zu lassen, ist aber ein Affront gegenüber den Bürgern und Gemeinden, die sich gegen einen Windpark in ihrer Nachbarschaft wehren. Das sind neben den Gemeinden Effeltrich und Poxdorf auch Pinzberg, in denen auch Bürgermeister der Freien Wähler vertreten sind. Auch in anderen Gemeinden wie Eggolsheim, Pautzfeld und sogar Forchheim gibt es viele Bürger und Politiker, die Windkraftanlagen ablehnen. Und nicht nur weil sie ihnen nicht gefallen, sondern weil ihre Energiebereitstellung unzuverlässig ist und sich die Anlagen nur mit sehr hohen steuerlichen Subventionen betreiben lassen. Selbst Kanzler Merz bezeichnete die Windenergie lediglich als "Übergangstechnologie", die uns noch 10 bis 20, vielleicht 30 Jahre begleiten wird. Dieser Zeitraum ist zu gering, um damit die Zerstörung von Natur und Landschaft zu rechtfertigen. Herr Zimmermann wohnt in Gößweinstein, inmitten der Fränkischen Schweiz und weit weg vom nächsten (geplanten) Windpark. Will er das ändern? Bekommt Gößweinstein neben der Wallfahrtsbasilika und der Burg ein paar neue Attraktionen in Form von unübersehbaren 280-Meter-hohen Windenergieanlagen? Ich hoffe nicht!

Von einem Landrat erwarte ich eine sachbezogene, realistische und bürgernahe Politik und kein ideologisch geprägtes Wunschdenken.


Referenzen

[1] Bayern sieht ROT